Pezinská 51, 900 26 Slovenský Grob – objednávky: +421 (0) 905 243 279    Zobraziť cenníky

Über uns

Die Zucht, das Backen der Gänse und die Servierung vom Gänsebraten haben hier in Slovenský Grob eine lange Tradition.

 

In unserer Familie hat diese Tradition meine Großmutter, Frau Alžbetka Zápražná, gleich nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet. Mein Grossvater Dominik hat im Slowakischen Nationalaufstand gekämpft und dafür hat er eine Lizenz bekommen, mit der er ein Gasthaus leiten konnte. In diesem Gasthaus konnten Gäste auch gebratene Gänse und Fladen kosten. Leider haben meine Grosseltern 1948 die Lizenz verloren.

 

Die Grossmutter Betka, wie man sie genannt hat, hat mit dem Gänsebraten aber nie Schluss gemacht. In Slovenský Grob waren damals gute Bedingungen für die Zucht der Gänse. Da war genug Wasser, eine Wiese zum weiden und auch für den Anbau des Maises, der das wichtigste Futter für die Gänse vorstellt. Die Gänse waren sehr nützlich und wir haben nie etwas weggeworfen. Das Gänsefett haben wir in unserer Küche genützt und der Braten, das Klein, das Gefieder und die Gans waren verkauft. Jeden Freitag brachte meine Grossmutter die Gänse zum Ortsbäcker und am Samstag ging sie mit dem gebratenen Gänsen zum Markt in die Städte, die benachbart waren.



Kalte Gänse waren auch gut, aber frische würden ja sicher besser schmecken. Das selbe haben sich vielleicht auch die Marktbesucher gedacht und deshalb begannen sie mit der Abholung der gebratenen Gänse persönlich. Später wollten sie nicht mehr warten, bis sie nach Hause kommen. Die Käufer wurden auch unsere Gäste und sie konnten den Gänsebraten bei uns zu Hause essen, in der Küche, aber auch in anderen Zimmern. Manchmal war in jedem Zimmer eine Gruppe von Gästen.

 

Das Interesse der Gäste stieg und der Raum in unserem Haus war sehr früh nicht genügend. Und so entscheidete sich meine Großmutter die Tischlerei des Großvaters zum Gästezimmer, wo Platz für 45 Leute war, umzubauen. In diesem Zeitraum veranstalteten die Mitglieder von ROH und der Brigaden der sozialistichen Arbeit Sonderfahrten wegen Gänsebraten. Zum Gänsebraten bekam jeder Gast Fladen, Sauergurke, Federweiser, oder Wein. Wasser konnten die Gäste aus dem Brunnen trinken. Wir haben keine Toilette damals gehabt aber hinter dem Haus konnten die Gäste unsere gemütliche Latrine benutzen.

Sonderfahrten aus der ganzen Slowakei und aus Mähren fanden damaltz am Freitag und am Samstag statt, von September bis zum Allerheiligen.

 

Der örtliche Ausschuss entschied sich, dass die Bürger, die den Gänsebraten anboten und damit gute Werbung unserem Dorf machten, mussten keine Steuern bezahlen, weil die Werbung für unser Dorf wertvoller war. 20 Jahre ist es auf diese Weise gelaufen.

 

Im Jahre 1986 enkrankte meine Großmutter und die Jahrelange Tradition vom Gänsebraten war unterbrochen. Nach neun langen Jahren, im Jahr 1995, knüpfte ich mit meinen Eltern an diese Tradition wieder an. Die Tischerei des Großvaters und das Gastzimmer der Großmutter haben wir rekonstruiert und eröffneten ein Restaurant, das „Husacina u Zápražných” (Gansbraten bei der Familie Zápražný), zu Ehren der Begründer hiess.

 

Wir hatten neue Toiletten, eine neue Bar aber auch anspruchsvolle Gäste. 2004 entschieden wir uns eine Änderung vorzunehmen. Von Altem haben wir uns verabschiedet und das Neue begrüßt. Zum Restaurant nahm auch die Pension und das Parkplatz zu. Wir hoffen, dass sie sich bei uns gemütlich fühlen werden und wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Jana Hámorová, Familie Zápražná